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Die Taktik-Stimmen zum 1. Spieltag (Teil 2)

Die Taktik-Stimmen der Bundesliga-Trainer nach dem ersten Bundesliga-Spieltag sind da. Teil 2 - u. a. mit Aussagen von Lucien Favre, Julian Nagelsmann und Oliver Glasner.

Lucien Favre (Borussia Dortmund): "Wir sind nach dem 0:1 sehr ruhig geblieben. Danach haben wir das Spiel sehr gut dominiert mit Ball, am Ende hatten wir 78 % Ballbesitz. Das ist enorm viel. Wir wollten das Tempo in der zweiten Halbzeit ein wenig erhöhen, das haben wir geschafft, wir wollten mehr Torchancen kreieren. Die zweite Halbzeit war besser."

Martin Schmidt (FC Augsburg): "Wir hatten gute 30 Minuten mit Nadelspitzen, Kontern nach vorne, konnten auch mal mit dem Ball am Fuß Luft schnappen. Die Druckphase von Dortmund vor der Pause hat uns etwas Mut gekostet. Wir hatten keine Entlastung. Wir wollten wieder mehr herausrücken, mehr Druck auf den Ball machen, gerade im Zentrum, uns nicht so hinten reindrücken lassen. Dann haben sie uns in wenigen Minuten über die Außenbahnen 'geschnappt'. Dann ging es in eine Richtung, wir haben so gewechselt, dass wir das Zentrum nochmal verdichten. Diese Dortmunder Chipbälle wie beim 5:1 verteidigst du, wenn du mit Mentalität da bist."

Oliver Glasner (VfL Wolfsburg): "Der Gegner war sehr schwer zu bespielen. Ich kenne Beierlorzer mit seiner Art des Fußballs schon aus Regensburg. Wir haben das so erwartet, dass sie uns schnell unter Druck setzen. Wir haben uns dann nicht so gut positioniert und nicht schnell genug gespielt, um uns aus dem Druck befreien zu können. Nach dem 1:0 wurden wir etwas passiv, Köln wollte Überzahl über die Seiten schaffen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht, weil unsere Außenverteidiger besser nach vorne verteidigt haben. Die Situation vor dem 2:0 im Gegenpressing trainieren wir immer wieder. Wir haben bis auf das 2:1 keine Torchance mehr zugelassen."

Achim Beierlorzer (1. FC Köln): "Wir haben mutig begonnen, die Dreierkette mit drei Stürmern attackiert. Aber wir kriegen in einer Phase, in der wir das Spiel im Griff haben, ein Traumtor. Wir haben weiter versucht, immer wieder über die Flügel nach vorne zu kommen. Wir hatten Chancen nach Flanken. In der zweiten Hälfte wollten wir so weitermachen, noch mehr Druck über die Flügel machen, das hat Wolfsburg aber besser zugestellt. Nach einem Ballverlust kriegen wir das 2:0. Es war ein intensives Spiel."

Christian Streich (SC Freiburg): "Es war ein schweres Spiel, genau wie die Findungsphase diese Woche: Viererkette, Dreierkette? Mainz hat in Kaiserslautern schon richtig gut gespielt. Die sind fußballerisch gut, wir haben versucht, um die Raute herumzuspielen. Das hat nicht schlecht geklappt. Es war sehr ausgeglichen, bei uns kam manchmal der letzte Pass nicht. Zwischendurch war es zu offen, aber hinterher hatten wir zwei Momente, wo wir individuell zwei herausragende Dinge tun."

Sandro Schwarz (Mainz 05): "Es war ein kurioses Spiel, in dem wir viele gute Elemente hatten, auch fußballerisch gute Phasen. Freiburg war immer wieder gefährlich durch Standards und Distanzschüsse, wo sie gut umgeschaltet haben. Trotzdem hatten wir eine gute Kontrolle. Hinten raus haben wir etwas Unordnung gehabt, das ist extrem ärgerlich."

Urs Fischer (Union Berlin): "Wir sind nicht so schlecht ins Spiel gekommen. Mit eigenen Fehlern haben wir in die Karten von Leipzig gespielt. Wir kamen beim 2:0 und 3:0 nicht in die Zweikämpfe. Wir haben ein bisschen was umgestellt, haben ein paar Minuten Druck gemacht, aber Leipzig hatte unglaubliche Wucht, Dynamik und Schnelligkeit. Es hätte noch höher ausfallen können."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Union hat sehr kompakt gespielt, unsere äußeren Mittelfeldspieler wurden immer wieder verteidigt. Daher hatten wir Probleme hinter die Ketten zu kommen, kamen kaum hinter den Block. Beim 1:0 haben wir es mal geschafft nach ein paar 'Lock-Bällen' auf die Sechs. Später hatten wir viele Chancen aus Ballgewinnen, als die Ordnung etwas umgestellt wurde. Union hat dann viel über die Sechs eröffnet, da hatten wir Ballgewinne. Nach dem 3:0 haben wir viele Chancen aus eigenem Ballbesitz kreiert mit viel Tempo. Es war ein guter Mix."

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Es war wichtig zu Null zu spielen. Hoffenheim hat nach der Anfangsphase viel Ballbesitz gehabt, war spielerisch gut. Wir waren nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen. Der Gegner war auch sehr, sehr gut. Taktisch haben wir es gut gemacht, es ist wichtig, gegen so einen Gegner ins Pressing zu kommen."

Alfred Schreuder (TSG Hoffenheim): "Nach 15 Minuten waren wir drin, wir hatten Chancen und viel Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben versucht, den Gegner zu dominieren und haben uns Chancen herausgespielt. Wir waren mutig, ruhig am Ball, haben versucht, die Räume zu finden. Aber es war nicht immer möglich, weil Frankfurt ein super Gegner ist."

Tags: Bundesliga, Trainer

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