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Die Taktik-Stimmen zum 7. Spieltag (Teil 1)

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Friedhelm Funkel (Fortuna Düsseldorf): Wir haben heute nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen können. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren und waren in den entscheidenden Momenten nicht nah genug am Mann. Dadurch kam die Hertha zurück ins Spiel, hat die drei Tore erzielt und deshalb auch verdient gewonnen. Wir standen teils sehr tief, das hat es im Umschaltmoment nicht einfach gemacht.

Ante Covic (Hertha BSC Berlin): Es war ein anderes Spiel als gegen Paderborn oder Köln, weil wir das Spiel machen mussten und auch wollten. Wir hatten keinen allzu guten Start ins Spiel, trotzdem haben wir in der Anfangsphase relativ viel Druck entwickelt. Zwar ohne nennenswerte Torchancen, aber doch mit relativ hoher Dominanz. Dann hat die Fortuna das 1:0 erzielt. Aber die Mannschaft spielt ansehnlichen Fußball und wir belohnen uns mit drei wunderschönen Toren, die wir aus dem Spiel heraus erzieht haben. Die Mannschaft hat sich heute wieder geschlossen gezeigt und ihre Laufleistung abgerufen. Das war auch wichtig, weil wir wussten, dass die Fortuna konterstark ist.

Jan-Moritz Lichte (FSV Mainz 05): Es war ein verdienter Sieg für uns, auch wenn wir in der ersten Halbzeit nach dem 1:0 mit der Spielweise von Paderborn Probleme hatten. Wir haben die beiden Sechser des Gegners nicht in den Griff bekommen. Nach einer Verlagerung über diese Positionen fiel dann auch der Ausgleich. Genau das ist ihre Spielweise: den Gegner locken, durchbrechen oder verlagern. Dann konnten wir das aber wieder zu unseren Gunsten drehen. Hätten wir da unsere Chancen besser genutzt, wäre die zweite Halbzeit nicht mehr ganz so spannend gewesen. Wir haben unsere Umschaltmöglichkeiten jedoch nicht immer gut ausgespielt.

Steffen Baumgart (SC Paderborn): Es war ein verdienter Sieg für Mainz. Wir hatten in unserem Aufbauspiel eine viel zu hohe Fehlerquote. Darauf hat Mainz gelauert. So können wir in der Bundesliga nicht bestehen. Bis zum 1:0 waren wir gut im Spiel, aber dann fallen wie aus dem Nichts die beiden Mainzer Tore. Wir hatten fußballerisch heute nicht die Sicherheit, die wir benötigen, um so ein Spiel für uns zu entscheiden.

Achim Beierlorzer (1. FC Köln): Es war für uns ein wichtiger und hochverdienter Punkt, weil wir es heute sehr kompakt gehalten haben, mit sehr guten Abständen im Spiel gegen den Ball. Wir haben uns auch gute Chancen erspielt, ich war mit unserem Spielvortrag recht zufrieden. Wir haben heute den richtigen Schritt gemacht und uns für unsere Arbeit belohnt. Wie wir gemeinsam verteidigt haben, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir den Spielaufbau von Schalke entscheidend gestört.

David Wagner (FC Schalke 04): Die erste Halbzeit von uns war nicht gut. Da hatten wir viel zu kurze Ballbesitzpassagen, sind deshalb auch kaum ins Gegenpressing gekommen und hatten nicht die gewünschte Intensität in unserem Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel mit dem Ball besser gestaltet. Wir haben natürlich die Möglichkeit, etwas umzustellen, wenn es nicht klappt. Das haben wir getan. So haben wir Köln in für uns bessere Positionen gebracht. Da haben wir viel investiert und guten Fußball gespielt. Insgesamt war es ein gerechtes Resultat, auch wenn wir mehrere Möglichkeiten verpasst haben. Wir hätten die Situationen im letzten Drittel besser ausspielen müssen.

Lucien Favre (Borussia Dortmund): Es war das erwartet schwere Spiel. Freiburg spielt mit hoher Intensität und großer Laufbereitschaft. Wir haben ordentlich gespielt, aber es hat für uns an Torchancen gefehlt. Allerdings haben wir auch viele Bälle verloren und Freiburg zum Kontern eingeladen. Wir haben zwei Tore geschossen, aber auch zwei bekommen. Wir müssen unser Spiel bis zum Spielende durchbringen. Wir waren heute fehlerhaft im Pressing und bei der Balleroberung, es hat uns auch an Aggressivität gefehlt. Es gab aber auch taktische Fehler. Wir haben nicht gut gespielt.

Christian Streich (SC Freiburg): Für uns ging es heute darum, die Tiefe im Dortmunder Spiel zu verhindern. Sie bereiten jeden Angriff akribisch vor und sind gut positioniert. Wir haben im Vorfeld darüber gesprochen, wie wir das Dortmunder Vertikalspiel unterbinden können. In der ersten Halbzeit sind wir viel gelaufen, haben wenig zugelassen und uns selbst Torchancen erspielt. Was die Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, war herausragend. Wir waren heute mit Dortmund auf Augenhöhe, deshalb ist unser Punkt hochverdient. Die Akzeptanz und die Demut jedem einzelnen Spieler gegenüber, ist für uns die Basis von allem.

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): Wir haben ein tolles Spiel gesehen mit sehr vielen Facetten, mit Konter- und Ballbesitzspiel. Es war bei beiden Mannschaften ein Mix aus beidem. Eigentlich hätten wir zur Halbzeit klar vorne liegen müssen, aber wir haben zu viele Chancen ausgelassen. Danach ist unser Matchplan aufgegangen. In der zweiten Halbzeit hat Leverkusen tiefer verteidigt, dadurch hatten wir mehr Ballbesitz. Wir hatten mehr Kontrolle und auch gute Umschaltmöglichkeiten. Dann verloren wir kurz unsere taktische Ordnung, Leverkusen kommt gut in die Tiefe und erzielt das Tor. Aber wir haben es geschafft, noch den verdienten Ausgleich zu machen.

Peter Bosz (Bayer Leverkusen): Es war ein verrücktes Spiel. Das Problem in der ersten Halbzeit waren nicht die Räume, sondern dass wir nicht die zweiten Bälle bekommen haben. Da waren unsere Abstände zu groß, dadurch kamen wir immer zu spät. Leipzig hat das Zentrum überladen, konnte dadurch viele Bälle hinter unsere Kette spielen und war mit seinen schnellen Kontern immer gefährlich. In der zweiten Halbzeit haben wir tiefer gespielt und Leipzig dadurch die Räume genommen. Unsere erste Halbzeit war nicht gut, das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Da haben wir auch mehr versucht, hinter die gegnerische Kette zu kommen.

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