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Die Taktik-Stimmen zum 7. Spieltag (Teil 2)

Wer lag die ganze Nacht wach, weil er auf die Taktik-Stimmen gewartet hat? Ihr! Jetzt sind sie da!

Alfred Schreuder (TSG Hoffenheim): Es passiert nicht oft, dass man in München gewinnt. Wir haben versucht hoch anzulaufen, Bayern hat dadurch etwas tiefer gestanden, hat es aber gut gelöst. Sie haben ein paar direkte Bälle an die letzte Linie gespielt. Wir wussten, dass das passieren kann. Aber wenn du tief stehst, ist die Wahrscheinlichkeit klein, dass du genug Entlastungsbälle bekommst. Bayern fängt seine Konter sehr gut ab. Meine Mannschaft hat mit Mut und Leidenschaft gespielt und immer wieder versucht, sich nach vorne zu kombinieren. Es ist wichtig, diesen Mut gegen die Bayern zu haben.

 

 

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Niko Kovač (FC Bayern München): In der ersten Halbzeit konnten wir unsere Überlegenheit bei eigenem Ballbesitz nicht in genügend Chancen ummünzen. Da hat oft der letzte Wille und Impuls gefehlt. Auch die zweite Halbzeit war überhaupt nicht gut. Wir spielen zwei Fehlpässe und bekommen so beide Gegentore. Hoffenheim hat gut verteidigt und es uns damit schwer gemacht. Wir haben dann auf Dreierkette umgestellt und den Ausgleich erzielt und machen dann den entscheidenden Fehler. Wir sind noch nicht so weit, regelmäßig unsere Leistung abrufen zu können. Wenn wir nicht gewinnen können, müssen wir wenigstens einen Punkt einfahren, indem wir den Ball sichern. 

Urs Fischer (Union Berlin): Der Wolfsburger Sieg war glücklich, denn wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben alles versucht und viel investiert, aber wir haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht. Da brauchen wir eine andere Konsequenz und Entschlossenheit, um den Ball auch mal über die Linie zu drücken. Zu Null spielen geht für uns in der Bundesliga noch nicht, auch wenn wir sehr gut verteidigt haben über weite Strecken. Wir wollten Wolfsburg in viele direkte Duelle verwickeln. Dann ist es für eine überlegene Mannschaft immer schwierig. Wir hatten Ballgewinne und genug Angriffe, die wir hätten für ein Tor nutzen müssen. Aber das gelingt uns nicht. Wir werden weiterhin, auch über die Länderspielpause hinweg, an unseren Schwächen arbeiten.

Oliver Glasner (VfL Wolfsburg): Union hat es uns heute sehr schwer gemacht, weil sie uns im System gespiegelt haben. Dadurch hatten wir über den gesamten Platz Zweikämpfe zu bestreiten, wurden immer wieder zu langen Bällen gezwungen und Union selbst hat auch schnell nach vorne umgeschaltet. Dadurch haben sie es geschafft, das Spiel zu ihrem Spiel zu machen. Trotzdem muss ich auch meiner Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat es immer wieder geschafft, gefährliche Chancen zu kreieren. Wir sind sehr froh, dass wir dieses schwere Spiel gewonnen haben und weiterhin ungeschlagen sind. Wir verteidigen als Mannschaft sehr konsequent. Unsere Geschlossenheit ist der Grundstein und die Basis, für alles, was wir bis jetzt erreicht haben.

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Martin Schmidt (FC Augsburg): Wir waren in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht präsent, hatten viel zu große Abstände und konnten deshalb kaum Zweikämpfe führen. Hinzu kamen auch individualtaktische Fehler. Die große Qualität von Gladbach hat uns in dieser Phase zerlegt. Und mit dem 4:0 zur Pause war das Spiel eigentlich schon entschieden. Wir wollten Bälle erobern, haben das aber viel zu selten geschafft. Dann haben wir in der Pause darüber geredet und das System ein Stück weit angepasst, Richtung 4-1-4-1. Wir wollten die zweite Halbzeit für uns entscheiden. Insgesamt war es heute ein großer Rückschritt für uns. Wir haben heute zwei Schritte zurück gemacht.

Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, haben sehr gut reingefunden, viele Bälle erobert und schnell umgeschaltet. Die Chancen, die sich daraus ergeben haben, haben wir effektiv genutzt. Insgesamt haben wir sehr fleißig gegen den Ball gearbeitet und ein gutes Gegenpressing gespielt. Bei eigenem Ballbesitz haben wir heute viele gute Entscheidungen getroffen und uns gegenseitig Optionen gegeben, um mutig nach vorne zu spielen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir uns und unsere Fans mit fünf Toren belohnen konnten. Unsere Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir haben weiterhin viel Arbeit vor uns.

Florian Kohfeldt (Werder Bremen): Es war ein tolles Spiel heute, aber insgesamt hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht. In der ersten Halbzeit waren wir gut, wir haben aber früh umgestellt, weil Frankfurt Viererkette plus vier davor im Aufbau gespielt hat. Hasebe fande ich überragend, er kann sich jeder Situation sofort anpassen. So haben wir keinen guten Zugriff bekommen, gerade über die hohen äußeren Mittelfeldspieler war es schwer. Deshalb haben wir auf Dreierkette umgestellt, indem wir Nuri Sahin zurückgezogen haben. Dadurch haben wir mehr Spielkontrolle bekommen, ordentlichen Fußball geboten, ballferne Räume gesucht und diese gut bespielt. In der zweiten Halbzeit war es zu Beginn ein Spiel auf ein Tor, da waren wir etwas zu offensiv und sind in Rückstand geraten. Aber meine Mannschaft hat eine starke Moral gezeigt und noch den Ausgleich geschafft.

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): Es war ein tolles Bundesligaspiel zweier Mannschaften, die nach vorne gespielt haben. In der ersten Halbzeit hatten wir auch schon Gelegenheiten, aber Werder hat ebenfalls gefährlich nach vorne gespielt. In der zweiten Halbzeit sind wir dann noch mehr über die Flügel gekommen, das hat die Mannschaft hervorragend umgesetzt. Den späten Ausgleich hätten wir aber schon im Ansatz besser verteidigen können. Aber großes Kompliment an meine Mannschaft, wie sie heute hier physisch aufgetreten ist.

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Tags: FC Bayern, Niko Kovac, Bundesliga, FC Augsburg, Martin Schmidt, Borussia Mönchengladbach, Marco Rose , Werder Bremen, Florian Kohfeldt, TSG Hoffenheim, Alfred Schreuder, Union Berlin, Urs Fischer, Eintracht Frankfurt, Adi Hütter

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