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Bundesliga

3 Dinge, die bei Werder auffielen

Ja, Werder Bremen legte einen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison hin. Nach zwei unglücklichen Niederlagen stehen 0 Zähler auf dem Punktekonto des Vorjahres-8. Doch wie schon bei der Heimpleite gegen Düsseldorf war auch vergangenen Samstag nicht alles schlecht. 3 Dinge, die bei der Niederlage in Hoffenheim auffielen.

3 Wege, wie das extremste Team der Liga Spiele dominiert

Am Sonntag hatte Eintracht Frankfurt Werder Bremen zu Gast. Obwohl die Bremer unter Florian Kohfeldt eigentlich viel Wert auf ein konstruktives Aufbauspiel legen, wurden sie von Frankfurt über weite Strecken dominiert und in die eigene Hälfte gedrückt. Das spiegelte sich letztlich zwar nicht im Ergebnis (2:2), aber im Chancenverhältnis wider. Frankfurt kam zu 25 Torschüssen, Werder zu elf. Aber wie schafft es die Eintracht, ihre Gegner zu dominieren?

Ab in die Champions League? Wie gut Schalke wirklich schon ist

Allein für die Headline würde David Wagner uns wahrscheinlich am liebsten auffressen. Oder uns Tabletten anordnen. Mit Recht? Werden seine Schalker derzeit größer gemacht als sie sind? Wie viel Matchglück und wie viel Qualität steckt wirklich hinter Platz vier? Wir sind genau den Fragen auf den Grund gegangen.

Augsburg und Union sitzen im selben Boot

Auf dem Papier teilen Augsburg und Union Berlin nicht so viele Gemeinsamkeiten. Die einen sind in ihrem neunten Bundesligajahr und dürften mittlerweile als etablierter Erstligist gelten. Die anderen bestreiten gerade die erste Bundesligasaison ihrer Vereinsgeschichte. Trotzdem haben beide Teams fußballerisch mehr gemein, als gerade den Augsburgern lieb sein dürfte. Das bewies spätestens das direkte Aufeinandertreffen.

Ausgecoacht? Kovac, Nagelsmann & die Zahlenspielchen

Auch nach über einem Jahr Amtszeit ist Niko Kovac den Stempel des Defensivtrainers noch nicht los. Und das hat seine Gründe. Denn während die Bayern gegen den Ball überzeugen konnten, mussten sich die Zuschauer offensiv häufig mit plumpen Flankenversuchen zufrieden geben. Umso verblüffender war es, dass der Rekordmeister das Gipfeltreffen in Leipzig zunächst völlig im Griff hatte. Die Bayern ließen das Leder im Stile einer echten Ballbesitzmannschaft durch die Reihen laufen. Wir wagen einen Rückblick auf das vielleicht spannendste Trainerduell der Saison: Niko Kovac gegen Julian Nagelsmann. So viel vorweg: Es war ein Aufeinandertreffen voller Umstellungen und Mathematik. Hä?

Baumgart weicht (leicht) von seinem Pressingplan ab

Der SC Paderborn 07 ist unter Trainer Steffen Baumgart von Liga 3 bis in die Bundesliga durchmarschiert - und das mit hochattraktivem Fußball. Das Hauptmerkmal dabei: ein aggressives Angriffspressing, das von Liga zu Liga durchgezogen wurde. Aber: Im ersten Bundesligaspiel wich Baumgart zumindest etwas davon ab.

Benjamin Goller: der kleine Lichtblick im Bremer Lazarett

Die Leistungen von Werder Bremen sind momentan immer mit einer gewissen Vorsicht zu bewerten. Denn die Verletzungsmisere an der Weser hat mittlerweile abstruse Züge angenommen. Vor dem Spiel gegen Leipzig standen Florian Kohfeldt genau neun Spieler zur Verfügung, die vor der Saison zum festen Profikader zählten und fit für 90 Minuten waren. Entsprechend weit weg sind die momentanen Startaufstellungen von dem, was Kohfeldt eigentlich mit seinem Kader geplant hatte. Die unangenehmen Umstände spülen aber auch das ein oder andere junge Talent in die Bundesliga. Dieses Wochenende war es Benjamin Goller, der sein Startelfdebüt feiern durfte und mit seiner Leistung als kleiner Hoffnungsschimmer bei Werder-Fans durchgehen könnte. 

Bremer Saisonstart: Na, was denn nun?

Ja, Werder Bremen dürfte aktuell die am schwierigsten einzuschätzende Mannschaft der Liga sein. In die Saison gestartet mit der Hoffnung auf Europa, gab es die ersten Punkte nun am dritten Spieltag durch einen knappen Heimsieg gegen Augsburg. Fraglos: Das entspricht nicht den Ansprüchen an der Weser. Lang ist die Liste an kleinen und großen Problemen. Trotzdem konnte man seinen Zuschauern phasenweise ansprechenden Fußball bieten und hat auch die Statistik auf seiner Seite. Wo genau steht Werder also nun? 

Covic rudert zurück: vom Ballbesitz-Luftschloss zum Defensivfußball?

Vor der Saison läutete Hertha BSC durch den Trainerwechsel hin zu Ante Covic eine neue Zeitrechnung in der Hauptstadt ein. Erfolgreicherer Fußball sollte es doch bitteschön werden, am besten auch noch gut anzusehen. Diesen Anspruch verkörperten die Berliner in den ersten Wochen der neuen Saison. Nach fünf Spieltagen lässt sich aber festhalten, dass das neue Selbstbewusstsein nur von kurzer Dauer war.

Das denkt Taktik-Twitter über den fünften Spieltag

Die Stimmen der Fans und Experten auf den Social-Media-Kanälen sind für uns mindestens genauso spannend wie die der Trainer nach den Spielen. Deshalb haben wir nach den Taktik-Stimmen auch die besten Taktik-Tweets des Spieltags an einem Ort gesammelt. 

Das denkt Taktik-Twitter über den siebten Spieltag

So viel wie ihr schreibt, müssen euch längst die Finger wehtun! Und wir brauchen sicher eine Brillen. Denn wir haben natürlich wieder mitgelesen und eure spannenden Taktik-Tweets abgetippt. Danke!

Der Bosz-Dualismus: Wie gut ist sein Ballbesitzfußball wirklich?

Die einen feiern ihn als spektakulären Ballbesitztrainer, die anderen haben ihn als stur, unflexibel und närrisch in Erinnerung. Ja: Peter Bosz hat in der Fußballwelt nicht nur Freunde. Seine Art Fußball spielen zu lassen polarisiert. Vor allem auch, weil sie mit Risiken und Problemen behaftet ist, die man von vermeintlichen Ballbesitzteams nicht erwarten würde. Nach dem durchwachsenen Saisonauftakt haben die Kritiker neue Nahrung bekommen. Wir wollen wissen: Wie gut ist der Ballbesitzfußball von Peter Bosz wirklich?  

Die Analyse ist in Zusammenarbeit von David Grossklaus und Kevin Leyk entstanden. 

Die Anti-Bayern-Taktik & Kovacs In-Game-Fail

Seit dem Wochenende grüßen die Bayern wieder von der Tabellenspitze. Luftsprünge wurden in München aber nicht gemacht. Der Zittersieg gegen Paderborn wirbelte viel Staub der letzten Wochen auf. Niko Kovac geht mit seinen Matchplänen Schritte in die richtige Richtung. Während eines Spiels jedoch trifft der Meistertrainer zu häufig die falsche Entscheidung. Dieses Mal coachte Kovac seine Mannschaft sogar ohne Not fast ins Aus. Wir werfen einen Blick auf die Paderborn-Taktik gegen Bayerns Ballbesitzspiel und Kovacs fragwürdige Systemumstellung.

Die Fohlen haben Wachstumsschmerzen

„Die Fohlen“ wird das Team der Gladbacher Borussia gerne genannt. Selten war ein Spitzname passender. Fohlen sind bekanntlich Jungtiere, die noch wachsen müssen. Das gilt auch für die Gladbacher. Die positive Nachricht: Die Fohlen der Borussia entwickeln sich prächtig. Die negative: Sie haben gleichzeitig auch hin und wieder Wachstumsschmerzen. 

Die Fohlen sind die Dribblingkönige der Liga

Borussia Mönchengladbach hat in dieser Saison schon sehr unterschiedliche Leistungen auf den Platz gebracht. Angefangen mit einer uninspirierten Vorstellung im Pokal, steigerte man sich in den ersten beiden Bundesliga-Spielen und war zumindest defensiv stabil. Nach der unglücklichen Niederlage gegen RB Leipzig setzte sich gegen den 1. FC Köln ein Trend fort: Die Borussia entwickelt sich von Woche zu Woche weiter. Besonders im Ballbesitzspiel.

Die Taktik-Stimmen des 5. Spieltags (Teil 2)

Auf Teil 1 folgt Teil 2. Julian Nagelsmann sticht mal wieder mit besonders inhaltlichen Aussagen heraus. Aber auch einige andere Trainer hatten spannende Dinge zu analysieren. Wir haben die Stimmen des Spieltags zusammengefasst.

Die Taktik-Stimmen vor Leipzig gegen Bayern

Alle Augen sind nach Leipzig gerichtet. Am Samstagabend steigt bei den Bullen das Topspiel des Spieltags. Leipzig empfängt die Bayern. Julian Nagelsmann empfängt Niko Kovac. Wir haben vor dem Aufeinandertreffen genau hingehört - was haben die Trainer taktisch schon verraten?

Die Taktik-Stimmen zum 1. Spieltag (Teil 1)

Welcher Coach war unzufrieden mit der Leistung seines Teams, welche Probleme hat er ausgemacht? Wer war glücklich mit der Performance? Taktikfuechse.de fasst die Taktik-Stimmen zum ersten Spieltag zusammen.

Die Taktik-Stimmen zum 1. Spieltag (Teil 2)

Die Taktik-Stimmen der Bundesliga-Trainer nach dem ersten Bundesliga-Spieltag sind da. Teil 2 - u. a. mit Aussagen von Lucien Favre, Julian Nagelsmann und Oliver Glasner.

Die Taktik-Stimmen zum 2. Spieltag (Teil 1)

Neuer Spieltag, neue Taktik-Stimmen. Wir haben die Aussagen der Bundesliga-Trainer nach dem 2. Spieltag zusammengefasst. Dieses Mal im Blick: Achim Beierlorzer, Lucien Favre, Peter Bosz, Florian Kohfeldt und Marco Rose.

Die Taktik-Stimmen zum 2. Spieltag (Teil 2)

Teil 2 der Taktik-Stimmen zum 2. Bundesliga-Spieltag sind da. Während Niko Kovac mit der Leistung seines Teams zufrieden war, monierte Nagelsmann: "Wir hatten zu wenig Zugriff. Frankfurt hat weniger lang gespielt als erwartet. Wir haben überlegt, auf Viererkette umzustellen, uns aber dagegen entschieden."

Die Taktik-Stimmen zum 3. Spieltag (Teil 1)

Während Lucien Favre Geduld predigte, zeigte sich Nagelsmann ein wenig überrascht von der Grundordnung der Gladbacher. Stichwort Doppelsechs. Die Taktik-Stimmen zum dritten Spieltag.

Die Taktik-Stimmen zum 5. Spieltag (Teil 1)

Welche Trainer waren mit den Leistungen ihrer Teams zufrieden, wo gab es Probleme? Taktikfuechse.de hat gut zugehört und die Taktik-Stimmen des fünften Spieltags zusammengefasst.

Die XL-Bayern-Analyse: Was gut & was schlecht läuft (Teil 1)

Die erste Länderspielpause einer Saison eignet sich in der Regel für ein kurzes Zwischenfazit. Für die Trainer und Klubs der unterschiedlichen Ligen, aber auch für die Öffentlichkeit ist sie deshalb eine Phase der Analyse. Doch gibt es beim FC Bayern nach zwei Siegen und einem unglücklichen Unentschieden wirklich viel zu kritisieren?

Die Analyse stammt von unserem Gastautor Justin. Hier geht es zu seinem Twitter-Profil: https://twitter.com/Lahmsteiger.

Die XL-Bayern-Analyse: Was gut & was schlecht läuft (Teil 2)

Die erste Länderspielpause einer Saison eignet sich in der Regel für ein kurzes Zwischenfazit. Für die Trainer und Klubs der unterschiedlichen Ligen, aber auch für die Öffentlichkeit ist sie deshalb eine Phase der Analyse. Doch gibt es beim FC Bayern nach zwei Siegen und einem unglücklichen Unentschieden wirklich viel zu kritisieren?

Die Analyse stammt von unserem Gastautor Justin. Hier geht es zu seinemTwitter-Profil: https://twitter.com/Lahmsteiger.

Effzeh zeigt: So ist der Favre-Fußball zu knacken

Wer hat behauptet, dass sich Geschichten nicht wiederholen würden? Köln zeigte dem BVB über weite Strecken, was diese Saison auf ihn zukommen könnte. Die Geißböcke konterten Favres Matchplan mit viel Körperlichkeit und Intensität. Dann griff der Schweizer wie schon vergangene Woche ins Spiel ein - und sorgte für die Wende. Ruhig geschlafen haben wird er nach dem Fight am Freitagabend wohl trotzdem nicht. Denn Köln legte offen, wie das Favre-System zu knacken sein könnte.

Ein Hauch von Guardiola - und doch vieles beim Alten (Teil 1)

Zugegeben: Ein wenig reißerisch mag die Headline des Artikels sein. Dennoch staunten wir nicht schlecht, als Niko Kovac plötzlich einen alten Guardiola-Kniff auspackte: Alaba spielte beim 3:0-Sieg auf Schalke eine Mischung aus linkem Verteidiger und Sechser, rückte immer wieder neben Kimmich ein. Als wäre das nicht genug, wechselten die Bayern im Spiel flexibel zwischen Dreier- und Viererkette. Mit der Einwechslung von Coutinho stellte Kovac schließlich sogar noch das System um. Die Probleme der Bayern aber blieben trotz guardiolesker Züge ähnliche wie zuvor.

Fehleranfällig, aber schön: das Breisgauer Mini-Ballbesitzteam

Über Christian Streichs Chamäleon-Taktik ist in den letzten Wochen viel geschrieben worden. Und wie sollte es anders sein: Der kauzige Fußball-Lehrer setzte sie auch gegen den 1. FC Köln ein. Streich packte in der ersten Halbzeit ein 4-4-2 aus, das die Grundordnung des Effzeh kontern sollte. In der Pause malte er dann wieder die bekannte Dreierkette an die Taktiktafel. Der Grund: Mit drei Innenverteidigern wollte Streich besser gegen die gefährlichen Flanken auf Modeste abgesichert sein. Offensiv aber hatte er seiner Mannschaft von Beginn an eine selbstbewusste Marschroute an die Hand gegeben. Mit sechs Zählern im Rücken bewies Freiburg deutlicher als zuvor, dass in ihr eine kleine Ballbesitzmannschaft steckt. Und das ausgerechnet gegen die ausgewiesene Pressingmaschine der Geißböcke. Doch: War Freiburgs Spiel am Ende nur nett anzusehen? Immerhin setzte es gegen Köln die erste Saisonniederlage. Ein Blick auf einen Bundesligisten mit spanischem Flair.

Fortuna: Ein Umbruch, der keiner werden soll

Ja, die Vorbereitung auf die Saison hatte für Fortuna Düsseldorf mit großen Nackenschlägen begonnen. Lukebakios Leihe konnte nicht verlängert werden, im Tauziehen um Raman entschied man sich letztlich dazu, den Spieler freizugeben. Zu groß war der Wunsch des Belgiers in Zukunft ein königsblaues Trikot zu tragen. Beide hatten in der Vorsaison maßgeblich zu Fortunas Stärke beigetragen, sprinteten in die Tiefe, konnten mit ihrem Tempo oft kaum verteidigt werden. Der vielleicht schwerste Schlag für die Fortuna aber könnte die Verletzung von Kevin Stöger sein. Der Österreicher riss sich im Mai das Kreuzband. Er hatte dafür gesorgt, dass die Fortuna sich im Zweifel auch spielerisch helfen konnte. Das wird Düsseldorf nun fehlen - oder?

Frankfurter Umbruch: zwischen Kompromissen & neuen Ideen

Wie so oft erwies sich eine erfolgreiche Saison für einen Underdog als Fluch und Segen zugleich. Eintracht Frankfurt hatte die vergangene Saison nicht nur überraschend in der Top-Sieben abgeschlossen. Vor allem in der Europa League schrieben die Adler mit erfrischendem Offensivfußball eine echte Erfolgsgeschichte. Selten riss eine deutsche Mannschaft die Massen auf internationalem Parkett so mit wie die Mannen von Adi Hütter. Selbst Inter Mailand konnte die SGE aus dem Wettbewerb kegeln. Einzig der spätere Sieger Chelsea verwies sie knapp in die Schranken. Dass dem Team nun ein Neuanfang bevorsteht, scheint der Preis zu sein, den es für den Erfolg bezahlen muss. Zu Saisonbeginn steckt man nun mitten in einer taktischen Umbruchsphase.

Frankfurts Ballbesitzspiel - Zeit für eine Zwischenbilanz

Vor der Saison machte es sich Adi Hütter zum Ziel, das Ballbesitzspiel seines Teams zu verbessern. Natürlich ist es noch nicht absehbar, welche Auswirkungen die Stürmerrochaden dieses Transferfensters darauf haben werden. Dennoch scheint die Zeit nach drei Spieltagen reif für eine Zwischenbilanz. Das Spiel gegen die Fortuna ist dafür ein guter Maßstab, weil es sich um eine auf dem Papier unterlegene Mannschaft handelt, die ihre Stärken besonders im Verteidigen und Kontern sieht. Das kann für ein unreifes Ballbesitzspiel zur Gefahr werden.

Funkel muss Fortunas Umschaltspiel wiederbeleben

Die letzte Spielzeit verlief für die Fortuna mehr als erfolgreich. Platz 10 und 44 Punkte - viel mehr kann man von einem Aufsteiger nicht erwarten. Die Düsseldorfer zeichnete dabei eine gute Kompaktheit gegen den Ball und ein brandgefährliches Umschaltspiel aus. Das soll auch in diesem Jahr wieder so sein. Bislang klappt das aber nur bedingt. 

Gladbach und Rose: Es ist ein Prozess…

Max Eberl hat zum Ende der vergangenen Saison eine sehr kontrovers diskutierte Entscheidung getroffen. Er entließ mit Dieter Hecking den Trainer, dem er selbst knapp ein halbes Jahr zuvor noch eine Vertragsverlängerung angeboten hatte. Und das nicht etwa, weil Hecking in der Folge schlechte Arbeit geleistet hätte oder die Borussia ihren eigenen Ansprüchen hinterher lief. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe von Heckings Entlassung standen die Fohlen auf Platz 5, mit Tuchfühlung zu den Champions-League-Rängen. Eine Platzierung, die sehr gut in das Selbstbild der Borussia passt. Der Grund für den Trainerwechsel war ein anderer. Er hatte einen Namen: Marco Rose.

Glasners Ballbesitzidee: schnell und vertikal muss es sein

Oliver Glasner steht vor allem für intensives Pressing. Soweit so bekannt. Aber auch mit Ball hat der Österreicher klare Ideen. Das stellte spätestens der dritte Spieltag unter Beweis. In den ersten beiden Wochen waren die Wölfe noch jeweils früh in Führung gegangen. So hatten sie sich auf ihre Kernkompetenzen verlassen können und nur wenig Initiative im Spiel mit Ball übernehmen müssen. Gegen Paderborn hingegen kassierte man früh das Gegentor und stand vor einer neuen Herausforderung. Das Glasner-Team widmete sich seiner ersten richtigen Ballbesitzaufgabe. Dabei stachen viele Tendenzen heraus, die man schon in den ersten Pflichtspielen zumindest erahnen konnte.

Groundhog Day an der Weser (Teil 1)

Alles sollte anders werden bei Werder nach dieser Vorbereitung. Besser, um genau zu sein. Zu häufig startete man in den Vorjahren mit ambitionierten Zielen und kam dann nur mühsam in die Saison, musste Rückschläge hinnehmen und geriet direkt in Erklärungsnot. Doch nicht dieses Mal, so der Plan. Dieses Mal sollte alles besser werden. Mit Max Kruse ging zwar bereits frühzeitig ausgerechnet der Dreh- und Angelpunkt des Teams verloren, das die beste Saison seit knapp einem Jahrzehnt gespielt hatte, doch öffentlich wurde das weitgehend geräuschlos hingenommen.

Groundhog Day an der Weser (Teil 2)

Vorwort: Dies ist der zweite Teil einer großen Werder-Analyse, die unser Gastautor Joey geschrieben hat. Auch an dieser Stelle geht nochmal ein großer Dank an ihn. Teil eins findet ihr hier, Joeys Twitteraccount hier.

Long story short: Es war ein Fehlstart. Werder hatte sich viel vorgenommen, wollte es unbedingt besser machen als letztes Jahr und ging am Ende dennoch als Verlierer vom Platz. Vieles an diesem Spiel erinnerte, im negativen Sinne, an die Punktverluste gegen vermeintlich schwache Teams aus der Vorsaison. Werder hatte ein deutliches Übergewicht an Ballbesitz und ließ den Gegner weitgehend gut laufen, kombinierte gefällig und erspielte sich Chancen - traf aber nicht oft genug. Die letzte Durchschlagskraft hat zu häufig gefehlt und defensiv war man mal wieder zu anfällig. Gleich drei Gegentore kassierte man gegen ersatzgeschwächte Düsseldorfer. Besonders frustrierend: Jedes dieser Gegentore wirkte vermeidbar. Sowohl Werder als auch Düsseldorf sprachen daher im Anschluss vor allem über eines: die Effizienz. Während die Fortuna anerkennend als „eiskalt“ und „brutal effektiv“ beschrieben wurde, war Werder vor allem: nachlässig, naiv, anfällig. Die Enttäuschung über das Ergebnis war daher allen Beteiligten anzumerken. Man wollte es besser machen als letztes Jahr und doch wirkte vieles allzu bekannt.

Herthas schlechter Saisonstart: 3 Punkte, in denen sich die Berliner verbessern müssen

Den Saisonstart hat Ante Covics Team trotz eines achtbaren Punktgewinns gegen die Bayern erstmal vermasselt. Die gezeigten Leistungen waren zwar nicht so schlecht, dass nur ein Punkt aus den ersten vier Spielen die logische Konsequenz darstellt. Dennoch hat die Hertha ein paar ziemlich große Problemstellen, die möglichst bald behoben werden sollten, wenn man die Saison nicht im unteren Tabellendrittel verbringen will. Wir nennen drei davon.

Hoffenheim ist noch keine Rennmaus

Schon vor zwei Wochen schrieben wir in einem Artikel über die TSG 1899 Hoffenheim: Mit und auch gegen den Ball ist die Mannschaft noch nicht auf dem Level der Nagelsmann-Zeit angekommen. Coach Alfred Schreuder scheint dies genauso gesehen zu haben. Der Niederländer nahm einige Anpassungen vor. Trotzdem sprang für die TSG aus den letzten beiden Spielen nur ein Pünktchen heraus. Wir erklären euch warum.

Hoffenheim unter Schreuder: Pseudo-Ballbesitz & In-Game-Probleme?

In den letzten drei Saisons wurden die TSG-Fans mit Erfolg und attraktivem Fußball verwöhnt. Julian Nagelsmann führte den Dorfklub auf die Plätze vier, drei und neun. Doch der Saisonstart unter Nachfolger Alfred Schreuder lässt Zweifel zu, dass die Erfolgsstory weitergeht. Die Bilanz: vier Spiele, vier Punkte, 3:6 Tore. Und die kam nicht ohne Grund zustande. Die TSG hat noch einige Schwächen - sowohl mit als auch gegen den Ball. Die sind wiederum auch das Ergebnis dessen, dass Schreuder In-Game nicht an seinen Vorgänger herankommt. Nagelsmann war ein Meister darin, Probleme während des Spiels zu korrigieren. Die Qualität geht Schreuder bisher ab. Verkommt Hoffenheim zu einer Pseudo-Ballbesitzmannschaft, die sich während des Spiels zu leicht aus dem Tritt bringen lässt?

Keine graue Maus: Schreuders verrückte Ballbesitzideen

Alfred Schreuder steht für einen mutigen Ansatz im Spiel mit Ball, soviel wurde bereits in der Vorbereitung klar. Fraglos: Auch nach Julian Nagelsmann soll die TSG Hoffenheim weiter mit offensivem Fußball begeistern. Schreuder setzte zum Ligaauftakt gegen die Frankfurter Eintracht auf ein 5-2-3-/3-4-3-System, hatte dabei aber stärker in die Trickkiste gegriffen. Durch das frühe Gegentor war die TSG unmittelbar mit dem Szenario konfrontiert, das Spiel machen zu müssen, was ihr letztlich zumindest nicht komplett gelang. Ob Schreuder dem schweren Nagelsmann-Erbe tatsächlich voll und ganz Rechnung tragen kann, wird wohl erst die Zeit zeigen.

Kohfeldt: Erst kam es knüppeldick, dann das Glück zurück

Als Glückspilz dürfte sich Florian Kohfeldt in den letzten Wochen nicht gefühlt haben. Gerade, als die Verletzenlisteüberquoll, hatte es auch der Spielplan nicht gut mit ihm gemeint. Mit RB Leipzig und Borussia Dortmundmusste Werder innerhalb einer Woche gegen zwei ganz dicke Brocken ran. Was also tun, wenn einem Fortuna schon nicht hilft? Den Taktikfuchs raushängen lassen - dachte sich Kohfeldt und stellte sein Team mit allem was er hatte auf die Gegner ein. Mit gutem Ausgang gegen den BVB (2:2).

Köln unter Beierlorzer: Pressing - und was noch?

Beim 1. FC Köln steht trotz des Aufstieges als Zweitliga-Meister ein Kurswechsel an. Von Markus Anfang, dem ein gepflegtes Ballbesitzspiel immer wichtig war, wechselte man zu Achim Beierlorzer. Der kommt aus der RB-Schule rund um Ralf Rangnick und denkt Fußball ganz anders. Das Spiel gegen den Ball steht an erster Stelle. Doch kann der FC vielleicht mehr?

Mainz am Scheideweg: Weiterentwicklung als Fluch?

Aus der einstigen Pressingmaschine wurde in der vergangenen Saison ein Team, das seinen Gegnern in allen Spielphasen Paroli bieten wollte. Mit Ball, gegen den Ball, nach Ballverlust, nach Ballgewinn. Die Rede ist von Sandro Schwarz‘s  Mainzern. Schon vor dem Start der letzten Rückserie hatte der 40-Jährige selbstbewusst angekündigt: „Es geht nicht darum, sich übers Pressing zu definieren. Es geht darum, immer eine Lösung zu haben, egal wie der Gegner spielt.“ Und auch wenn es bei den 05ern oft noch an vielen Kleinigkeiten hakte: Belege für die Entwicklung eines Taktik-Komplettpakets gab es einige. Doch man läuft Gefahr, sich in dieser Idee zu verlieren - und im schlimmsten Falle vieles ein bisschen, aber nichts besonders gut zu können.

Nagelsmann hat von Rangnick gelernt

In den ersten Minuten des Spiels von RB Leipzig in Gladbach bot sich ein ungewohntes Bild. Eine von Nagelsmann trainierte Mannschaft überließ ihrem Gegner bereitwillig den Ball. In Hoffenheim wäre das wohl, wenn überhaupt, nur gegen die ganz Großen denkbar gewesen. Zu denen gehört Gladbach bekanntermaßen nicht. Anders ausgedrückt: Nagelsmann ist in Leipzigs Fußball-Welt angekommen. 

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